Vegane Zimtschnecken mit Kürbis

Der Herbst ist da, juhu! Mit diesem kommt einer meiner absoluten Lieblinge wieder zurück in die Gemüseabteilung: der Hokkaido-Kürbis. Dieses Herbstgemüse ist so vielseitig einsetzbar! Vielleicht denkt ihr bei Kürbis auch zuerst an herzhafte Speisen wie Spaghetti Carbonara, Bolognese oder eine Vollkorn-Galette, aber genauso gut kann man süße Kreationen wie Pancakes oder Porridge daraus zaubern. Warum also nicht auch die klassisch herbstlichen Zimtschnecken mit Kürbis verfeinern? Vegane Zimtschnecken passen ideal auf jedem Cafétisch.

Für den klassichen Hefeteig gesellen sich zuerst warmer pflanzlicher Drink, Trockenhefe und Ahornsirup in einer Schüssel zusammen. Danach stellen wir das Ganze kurz zur Seite, damit die Hefe schon einmal aktiv werden kann. Nun kommt das Mehl, Salz und Kürbispüree hinzu. Schnell mit Knethaken zu einem Teig vermixt und noch einmal mit den Händen durchgeknetet, kommt die Teigkugel auch schon mit einem Tuch bedeckt zurück in die Schüssel. Das Volumen sollte sich über die Stunde an einem warmen Ort etwa verdoppeln. Ich benutze in diesem Rezept einfachheitshalber Trockenhefe. Alternativ könnt ihr aber auch auf die frische Variante zurückgreifen. Hier gilt die Faustregel 7 g Trockenhefe entspricht 21 g Frischhefe. Frischhefe ist meiner Erfahrung nach länger triebstark als Trockenhefe. Unsere vegane Zimtschnecken Variante erhält dadurch einen süßeren Geschmack.

In der Zwischenzeit können wir uns schon einmal an die Füllung für die veganen Zimtschnecken machen. Dafür kommt eine meiner liebsten Geschmackskombinationen zusammen: Zitronen- und Orangenabrieb. Natürlich darf auch eine ordentliche Portion Zimt nicht fehlen für den ultimativen herbstlichen Geschmack. Als Süßungsmittel habe ich hier Dattelzucker verwendet. Dieser wird aus getrockneten und gemahlenen Datteln hergestellt und bringt daher noch einige Nähr- sowie Ballaststoffe mit sich im Gegensatz zu herkömmlichem raffinierten Zucker. Allerdings schmilzt dieser nicht besonders beim Backen.

Wenn sich unser Teig für die vegane Zimtschnecken Variante richtig schön ausgedehnt hat, kann dieser auch schon auf einer leicht bemehlten Fläche ausgebreitet werden. Damit der Teig auch schön fluffig bleibt, knete ich ihn nach der ersten Gehzeit nicht noch einmal durch, sondern forme ihn direkt vorsichtig mit den Fingerspitzen in eine ca. 1 cm dicke Fläche, etwa 50 x 30 cm groß. Dann hat auch schon unsere Zimt-Mischung ihren großen Auftritt und wird gleichmäßig auf der Fläche bis zum Rand verteilt.

Nun geht es an das Einrollen und Schnecken schneiden. Markiert euch dafür am besten vorher mit einem Messer die Schnittstellen. Dafür unterteile ich die Rolle so oft in die Hälfte, bis die Anzahl an Schnecken herauskommt, die ich machen möchte. Hier habe ich einen super Tipp für euch: Nutzt zum Schneiden der veganen Kürbisschnecken einen dünnen Faden und führt diesen unter die Teigrolle. Macht dann einen Knoten in den Faden und knotet ihn ganz zu. So teilt ihr ein Stück der Teigrolle ab, ohne dieses zur sehr zu zerquetschen. Anschließend kommen diese mit einer Öffnung nach oben in eine gut eingefettete oder mit Backpapier ausgelegte Rundbackform. Darin gehen sie zugedeckt noch einmal für etwa eine halbe Stunde, bevor sie in den vorgeheizten Ofen kommen.

Während der Backzeit kommen wir zum Frosting für das Topping. Optimalerweise habt ihr dafür die Cashewkerne schon vorher in Wasser eingeweicht. Damit ihr dies aber nicht so lange oder über Nacht machen müsst, könnt ihr die Kerne auch in einer Schüssel mit heißem Wasser übergießen. So müssen sie nur etwa eine halbe Stunde ziehen, damit sie sich später besser vermixen lassen. Als nächstes benötigen wir Kokoscreme. Diese setzt sich über dem Kokoswasser in einer Dose Kokosmilch ab, wenn ihr diese über Nacht im Kühlschrank stehen lasst - also gerne schon im Voraus daran denken. Beides gesellt sich wieder mit der herrlichen Kombination aus Zitronen- und Orangenabrieb swie Ahornsirup für die Süße, etwas Salz und Vanille in einen Mixer und wird schön cremig vermixt. Stellt die Creme danach gerne noch einmal in den Kühlschrank, bis die Kürbisschnecken abgekühlt sind, damit sie etwas fester wird.

Abkühlen. Ein sehr wichtiger Punkt, wenn ihr eure veganen Kürbisschnecken mit dem Frosting toppen möchtet. Diese sollten nach dem Backen komplett abgekühlt sein, damit das Frosting darauf nicht schmilzt. Alternativ könnt ihr die Schnecken aber auch direkt warm und ohne Frosting genießen. Spontanidee: Oder ihr dippt das noch warme Hefegebäck in das cremige Frosting. Oh yeah!

Rezept

Zutaten

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Menge für Portionen

Teig

  • 350 g Hokkaidokürbis
  • 150 ml warmer Sojadrink
  • 1 EL Ahornsirup
  • 7g Trockenhefe
  • 500 g Dinkelmehl Typ 630
  • 0.5 TL Salz

Füllung

  • 1 Bio-Orange (Abrieb)
  • 1 Bio-Zitrone (Abrieb)
  • 2 EL Zimtpulver
  • 50 g Dattelzucker
  • 0.25 TL Salz

Topping

  • 100 g Cashewkerne
  • 1 Dose Kokosmilch (Nur die Creme)
  • 0.5 Bio-Orange (Abrieb)
  • 0.5 Bio-Zitrone (Abrieb)
  • 2 EL Ahornsirup
  • 0.25 TL Salz
  • 1 Prise Vanille

Zubereitung

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  1. Für den Teig den Hokkaidokürbis in kleine Stücke schneiden und in etwas Wasser etwa 15 Minuten sehr gar kochen. Danach das Kochwasser abgießen und den Kürbis mit einem Pürierstab glatt pürieren.
  2. Nun den warmen Sojadrink mit dem Ahornsirup und der Trockenhefe in einer großen Rührschüssel vermischen und 5 Minuten stehen lassen.
  3. Dann das Kürbispüree, Mehl und Salz dazu geben und alles mit Knethaken zu einem Teig vermischen. Anschließend mit den Händen etwa 5 Minuten durchkneten und eine Kugel daraus formen.
  4. Diese in der Schüssel mit einem sauberen Küchentuch bedecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Teigvolumen etwa verdoppelt hat.
  5. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten: Dafür die Zitrusschalen fein abraspeln und mit den restlichen Zutaten miteinander vermischen.
  6. Den aufgegangenen Teig noch einmal 5 Minuten durchkneten und anschließend auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 1 cm dick und 30 x 50 cm groß ausrollen.
  7. Danach gleichmäßig mit der Füllung-Mischung bis an den Rand bestreuen.
  8. Das Ganze nun von der breiteren Seite aus eng zu einer Rolle einrollen. Anschließend für 8 Portionen in 8 gleichgroße Stücke schneiden. Dafür die Rolle immer wieder teilen. Tipp: Einen Faden nutzen, um diesen unter die Rolle zu führen, zusammenzuknoten und dadurch Schnecken schneiden.
  9. Eine Rundbackform mit Backpapier auslegen oder gut einfetten und die Stücke dort jeweils mit der Öffnung nach oben hineinstellen.
  10. Die Schnecken wieder mit einem Küchentuch bedecken und für weitere 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  11. Währenddessen die Cashewkerne für das Topping mit heißem Wasser in einer Schüssel übergießen und 30 Minuten ziehen lassen. So lassen sie sich später besser vermixen.
  12. Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.
  13. Die Kürbisschnecken nun 20-25 Minuten backen. Danach aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
  14. In der Zwischenzeit das Topping zubereiten: Das Wasser der Cashewkerne abgießen und die Cashewkerne in einen Mixer geben.
  15. Dann die Kokoscreme aus der Dose Kokosmilch über dem Kokoswasser abschöpfen und die Zitrusschalen fein abraspeln. Alles mit den restlichen Zutaten mit in den Mixer geben und zu einer cremigen Konsistenz vermixen.
  16. Danach in eine Schüssel füllen und bis die Kürbisschnecken nach dem Backen abgekühlt sind zum fester werden in den Kühlschrank stellen.
  17. Die abgekühlten Kürbisschnecken mit der Creme bestreichen und genießen.

Tipp: Stelle die Dose Kokosmilch über Nacht in den Kühlschrank. So setzt sich die Creme über dem Kokoswasser ab und du kannst sie für das Topping verwenden.

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