Gesunde Gewohnheiten für den Alltag

Sich durch Kleinigkeiten etwas Guten tun: Manchmal müssen es gar keine großen Veränderungen sein, die aber sehr viel Gutes bewirken können.

Bewusste Zeit vor Bildschirmen

Ob am Handy, dem Laptop oder vor dem Fernseher. Die Stundenanzahl vor Bildschirmen kann am Tag ziemlich schnell ziemlich hoch werden. Das merke ich beispielsweise immer, wenn ich die wöchentlichen Berichte auf meinem Handy bekomme, in denen ich meine tägliche Bildschirmzeit sehe - manchmal ganz schön erschreckend. Mit dem Ziel, diese Zeit zu minimieren, hilft es meinen Erfahrungen nach meistens nicht, sich diese Zeit einfach zu "verbieten". Denn sein wir mal ehrlich: Verbietet man sich Süßigkeiten, kann man den ganzen Tag an nichts anderes denken. Nein, mir hilft es eher, bewusste Zeit vor Bildschirmen zu verbringen. Das ständige wahllose herum gescrolle führt eh zu nichts und auf einmal ist wieder eine Stunde rum, von der man nicht mal mehr weiß, was man sich in dieser eigentlich angeschaut hat.

Möchte ich also meine Bildschirmzeit minimieren, versuche ich bewusste Zeit vor diesen zu verbringen. Beispielsweise mit dem Ziel Arbeit zu erledigen, Nachrichten zu beantworten, Fotos auszusortieren oder einen Film zu schauen - und zwar ohne Ablenkung. Wie wäre es, sein Handy einfach mal im Flugmodus wegzulegen, während man sich eine neue Serie anschaut und nicht nebenbei noch durch den neusten Feed zu scrollen?

Auch wegen der Blaulichtstrahlen habe ich mir vor einigen Jahren eine Brille mit Blaulichtfilter zugelegt. Grund hierfür waren meine stärker werdenden Kopf- und Augenschmerzen nach längerer Zeit vor Bildschirmen. Aussehen tut sie wie eine ganz normale Brille - nur, dass ich (glücklicherweise noch) keine Sehstärke benötige. Dafür bin ich einfach zum Optiker:in gegangen, habe einen Sehtest machen lassen und mich dann bzgl. der Blaulichtstrahlen beraten lassen. Das Gestellt konnte ich mir aussuchen und habe dieses zuzüglich der Gläser gekauft. Erstaunlicherweise habe ich, seit ich die Brille vor Bildschirmen nutze, gar keine Beschwerden mehr, wofür ich sehr dankbar bin. Und ein kleines stylisches Accessoire ist es auch noch, huiuiui!

Kein Handy im Schlafzimmer

Das Thema Bildschirme leitet uns hervorragend ins nächste Thema. Huch! Nun haben wir hier doch ein kleines Verbot stehen. Das hat einfach den Hintergrund, dass ich mich morgens nach dem Aufstehen nicht direkt von Nachrichten, Bildern oder Videos beeinflussen lassen möchte, bevor ich überhaupt erst in den Tag gestartet bin. Dafür lasse ich immer schon am Abend vorher mein Handy am besten in einer Schublade versteckt liegen und kann den Tag nur für mich abschließen.

Auch meinen Handywecker habe ich einfach durch einen klassischen Wecker ersetzt. Zwar kann man auch einfach den Flugmodus einschalten, was ein guter Anfang sein kann - aber sein wir mal ehrlich: Genau so schnell wie dieser aktiviert ist, lässt er sich auch wieder ausschalten und schon ploppen die Nachrichten auf oder man verliert sich in den Stories von anderen. Um diese morgendliche Reizüberflutung zu umgehen, klingelt nun einfach der Wecker oder ich wache mittlerweile schon von alleine oder der Morgensonne auf.

Wecker austauschen

Rrrrrrrring! Für meinen tiefen Schlaf bin ich sehr dankbar. Nur fühle ich mich auch wegen diesem extrem aus dem Schlaf gerissen, wenn auf einmal ein lautes Geräusch neben mir aufklingt. Dann fühle ich mich direkt gestresst und aus dem Bett gekickt. Mir tut es daher besser, von alleine aufzuwachen und so kann ich auch viel entspannter in den Tag starten.

Dafür gehe ich gerne etwas früher ins Bett, um dann nach meinen benötigten ca. 8 Stunden Schlaf aufzuwachen. Das ist natürlich Gewöhnungssache. Im Teenager Alter hätte ich nach dieser Methode wahrscheinlich gut und gerne bis mindestens 12 Uhr Mittags geschlafen, anstatt um 7 auf den Beinen zu stehen. Mittlerweile schätze ich aber die frühen Morgenstunden und die bewusste Zeit für mich selbst sehr. Alternativ habe ich auch schon oft einen "Sonnenlicht Wecker" empfohlen bekommen, der einen mit heller werdendem Licht ganz langsam weckt.

Dem Körper von Innen Gutes tun

Nachdem man es dann aus dem Bett geschafft hat, sei es mit oder ohne Wecker, geht es bei mir immer erstmal ins Badezimmer. Da der Körper über Nacht entgiftet, möchte ich ihm direkt am Morgen von Innen etwas Gutes tun. Auf der Zunge bildet sich durch das Entgiften immer eine Art Belag. Um diesen zu entfernen, verwende ich täglich einen Zungenschaber.

Diesen ziehe ich ca. 2-3 Mal über meine Zunge, wasche den Belag anschließend von dem Schaber ab und spüle mir dann den Mund mit Wasser aus. TMI - too much information? Ich kann's euch nur empfehlen! Alternativ zum klassischen Zungenschaber könnt ihr auch einfach einen Esslöffel nehmen. Anschließend werden die Zähne geputzt und reichlich Wasser getrunken, womit wir auch gleich zum nächsten Punkt kommen...

Genügend Trinken

Nach den meistens 8 durchschnittlichen Stunden Schlaf, hat der Körper ja eine ziemlich lange Zeit keine Flüssigkeit zugeführt bekommen. Daher hole ich das direkt am Morgen immer gerne nach, in dem ich mindestens ein großes Glas Leitungswasser trinke und mich wieder hydriere. Im Winter folgt dann meistens ein von innen wärmender Ingwertee oder an heißen Tagen mein sogenanntes "Regenbogenwasser" - besser bekannt als "Infused Water".

In dieses gebe ich gerne verschiedenes Obst wie Beeren, Zitronen oder Orangen, Gemüse wie Gurke oder auch Kräuter und Extras wie Minze, Zitronenmelisse oder Holunderblüten. Dieses Glas schleife ich dann auch den ganzen Tag mit mir rum und versuche es immer wieder aufzufüllen.

Das war auch eine kleine Gewöhnungssache, denn früher war ich leider öfter mal im Krankenhaus, weil ich zu wenig getrunken habe. Meistens trinke ich nämlich erst etwas, wenn schon Durst habe und Durst ist immer schon ein Zeichen dafür, dass der Körper zu lange nichts mehr getrunken hat. Mein Regenbogenwasser und auch das Verwenden eines Strohhalms erleichtert mir das Wasser trinken auf jeden Fall, was wiederum auch meiner Haut sehr gut tut.

Gesunde Routinen

Den Tag mit einer gesunden Routine zu starten und diesen auch mit einer abzuschließen, lässt mich immer sehr wohl fühlen. Dafür schaffe ich mir beispielsweise mit einem gesunden, ausgewogenen Frühstück eine gesunde Grundlage für den Tag. Auch wenn ich meinem Körper durch Sport etwas Gutes tun möchte, hilft es mir, feste Zeiten dafür einzuplanen oder dies direkt an meine Routine im Bad und das Trinken des großen Wasserglases anzuschließen. Routinen erleichtern mir außerdem meinen Alltag, denn wie anstrengend wäre es für den Kopf jeden Morgen auf's Neue zu überlegen, was man denn nun Gutes für den Körper tun könnte?

Sitzend neben Pflanze und Yogamatten

Bewegung

Dies ist finde ich ein ganz individuelles und persönliches Thema, wo jede:r das machen sollte, was ihr/ihm am besten tut und worauf man Lust hat. Fakt ist, dass ich mich nach einem Spaziergang an der frischen Luft, einem schweißtreibenden Workout auf der Matte oder einer rasanten Tour auf meinem Rennrad wunderbar fühle. Nachdem ich mich zu dem Thema "Ernährung und Bewegung nach dem Zyklus" weitergebildet habe, verstehe ich meinen Körper mittlerweile noch besser und kann nachvollziehen, warum ich mich in welchen Phasen meines Zyklus stärker und schwächer fühle. Dazu kann ich auch gerne noch mal einen ausführlichen Blogbeitrag schreiben - was meint ihr?

Festhalten können wir also, dass diese (wenn auch kleinen) Gewohnheiten im Alltag Großes bewirken können. Natürlich muss man nicht von heute auf morgen alles umstellen. Aber verschiedene Routinen auszuprobieren, können helfen die ideale für einen persönlich zu finden und sich durch Kleinigkeiten über den Tag Gutes zu tun. Habt ihr schon eine für euch gefunden?

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